Wie sieht ein Gesundheitszeugnis aus? Muster & Erklärung
Bescheinigung über die Erstbelehrung zum Infektionsschutz
gemäß §§ 42, 43 (Abs. 1) Infektionsschutzgesetz
- Datum der Belehrung:
- Belehrte Person:
- Geburtsdatum:
- Referenznummer:
Hiermit bescheinigen wir am über die in §42 Abs. 1 IfSG genannten Tätigkeits- und Beschäftigungsverbote und über die Verpflichtungen gemäß §43 Absätze 2, 4 und 5 belehrt worden zu sein.
Diese Bescheinigung darf, wenn Sie erstmalig im Lebensmittelbereich tätig werden, bei Arbeitsbeginn nicht älter als drei Monate sein. Diese Bescheinigung ist ein Leben lang gültig für den gewerblichen Umgang mit Lebensmitteln.
Die belehrte Person bestätigt anlässlich der Erteilung dieser Bescheinigung über die Speicherung personenbezogener Daten gemäß DSGVO informiert worden zu sein.
Beauftragt durch das Gesundheitsamt
Viele erwarten beim „Gesundheitszeugnis“ ein Dokument mit Foto, Stempel und Untersuchungsergebnis. Tatsächlich ist es ein einseitiges Schreiben mit dem Titel „Bescheinigung über die Erstbelehrung zum Infektionsschutz“. Oben siehst du ein Muster mit anonymisierten Daten. Hier erfährst du, was auf dem Dokument steht, wie sich die Version vom Gesundheitsamt von der Online-Version unterscheidet und worauf dein Arbeitgeber achtet.
Das Muster: So sieht die Bescheinigung aus
Das Dokument ist ein DIN-A4-Blatt, meist mit dem Logo der ausstellenden Stelle oben. Unter dem Titel steht die Rechtsgrundlage „gemäß §§ 42, 43 Infektionsschutzgesetz“. Darunter folgen deine persönlichen Angaben, dann ein kurzer Rechtstext und am Ende die Unterschrift der belehrenden Stelle. Farben, Schrift und Logo unterscheiden sich je nach Amt oder Anbieter, der Aufbau ist überall gleich, weil §43 IfSG den Inhalt vorgibt.
Diese Angaben stehen auf jedem Gesundheitszeugnis
- Titel: „Bescheinigung über die Erstbelehrung zum Infektionsschutz“ oder „Belehrung nach §43 IfSG“. Das Wort „Gesundheitszeugnis“ steht meist nicht drauf.
- Belehrte Person: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, oft die Adresse.
- Datum der Belehrung: das wichtigste Feld, weil daran die Drei-Monats-Frist beim Jobstart hängt.
- Belehrende Stelle: Gesundheitsamt oder der vom Amt beauftragte Arzt, mit Unterschrift und Stempel oder digitaler Signatur.
- Rechtstext: die Bestätigung, dass du über die Tätigkeitsverbote nach §42 IfSG und die Pflichten nach §43 belehrt wurdest.
- Deine Bestätigung: dass bei dir keine Tatsachen für ein Tätigkeitsverbot bekannt sind.
- Referenznummer: bei Online-Bescheinigungen, damit das Dokument eindeutig zuzuordnen ist.
Amt oder online: die Unterschiede im Aussehen
Beim Gesundheitsamt bekommst du ein ausgedrucktes Formular mit Stempel und handschriftlicher Unterschrift, in manchen Städten noch auf farbigem Papier. Daher stammt der Begriff „rote Karte“. Online erhältst du ein PDF: gleicher Aufbau, digital erzeugt, ärztlich unterschrieben und mit Referenznummer. Beides ist rechtlich dieselbe Bescheinigung. Was du vorlegst, kannst du ausdrucken oder auf dem Handy zeigen.
Was der Arbeitgeber auf dem Zeugnis prüft
- Name und Geburtsdatum stimmen mit deinem Ausweis überein.
- Datum der Belehrung liegt beim ersten Arbeitstag nicht länger als drei Monate zurück.
- Rechtsgrundlage §§ 42, 43 IfSG steht drauf. Ein Hygienekurs oder eine Teilnahmebestätigung reichen nicht.
- Aussteller ist ein Gesundheitsamt oder ein beauftragter Arzt.
Der Betrieb legt die Bescheinigung zu den Unterlagen und muss sie bei einer Kontrolle vorzeigen können. Behalte deshalb selbst eine Kopie, das Original gehört dir.
Was nicht auf dem Gesundheitszeugnis steht
Es gibt kein Foto, keine Diagnose, kein Untersuchungsergebnis und keine Angaben zu deiner Gesundheit. Seit 2001 ersetzt die Belehrung die frühere amtsärztliche Untersuchung. Das Dokument bestätigt nur, dass du belehrt wurdest und keine Tätigkeitsverbote gemeldet hast.
Wenn dir das Dokument fehlt
Hast du noch keins, machst du die Belehrung online in rund 10 Minuten und bekommst das PDF direkt per E-Mail. Hast du deins verloren, hilft der Ratgeber Gesundheitszeugnis verloren. Ein altes Zeugnis bleibt gültig, es läuft nicht ab.
Weiterführende Themen
- Gesundheitszeugnis – einfach erklärt
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- Wer zahlt – Arbeitgeber oder Arbeitnehmer?
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Verantwortlich für die ärztliche Belehrung bei das-Gesundheitszeugnis.de. Zugelassen durch die Bayerische Landesärztekammer.
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